Der Elbe-Seitenkanal
Immer genug Wasser in der Wanne
Heutzutage sind für die Schifffahrt niedrige Wasserstände an der Elbe nicht mehr so problematisch wie früher Der Elbe-Seitenkanal verbindet den Mittellandkanal mit der Elbe vor Hamburg und führt immer genug Wasser.
Spannend Ist auch seine Geschichte: Der Kanal wurde 1976 eingeweiht, also während der deutschen Teilung. Damals gehörten große Abschnitte der Elbe zur DDR. Der Kanal sollte ermöglichen, dass westdeutsche Schiffe von und nach Hamburg fahren können, ohne einen Abstecher durch ostdeutsches Terrain machen zu müssen.
Clevere Alternative
Heute gewinnt der Elbe-Seitenkanal vor allem für den Container-Verkehr von und nach Hamburg an zunehmender Bedeutung. Per Binnenschiff kann in der Bundesrepublik Deutschland die Mehrzahl der Großstädte und eine Vielzahl von Werken der Schwerindustrie erreicht werden.
Die spezifische Energiebilanz fällt dabei mit nur 33,4 g CO2, pro Tonnenkilometer im Vergleich zur Straße (164 g CO2, pro Tonnenkilometer) ausgesprochen günstig aus. Somit erweist sich das Verkehrssystem Binnenschiff / Wasserstraße als umweltfreundliche, kostengünstige und sichere Alternative zum Straßentransport.
Wenn Schiffe eine Treppe erklimmen
Der Elbe-Seitenkanal ist 115 km lang. In seinem Verlauf zwischen Mittellandkanal und Elbe
weist das Gelände ein sehr starkes Gefälle auf. Insgesamt sind 61 m Höhenunterschied zu überwinden.
Wäre der Kanal eine schiefe Ebene, würden die Schiffe wie auf einer Wasserrutsche sicherlich gut bis zur Elbe kommen. Allerdings würde dann das Wasser aus dem Kanal ständig in die Elbe abfließen. Und außerdem: Wie kämen die Schiffe hinauf?
Um den Schiffsverkehr in beide Richtungen zu ermöglichen, hat man den Elbe-Seitenkanal als Treppe mit zwei Stufen gebaut, Ein Schiffshebewerk in Scharnebeck und eine Schleuse in Uelzen sorgen für den Transport von einer Stufe zur nächsten.
Oben drüber, unten durch
Als der Elbe-Seitenkanal gebaut wurde, waren Flüsse wie die Ilmenau längst da Wie konnte verhindert werden, dass der quer durchs Land geführte Kanal das natürliche Fließgewässersystem störte?
Wie hier an der Ilmenau wird der Kanal mit stählernen Trogbrücken über den Fluss hinweg geführt. Noch kleinere Flüsse und Bäche unterqueren den Kanal in Dükern und Durchlässen. Auf diese Weise bleiben die Flüsse weitgehend ungestört.
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Audio
- Hörspiel: Als der Kanal brach
Als der Kanal brach - eine spannende Begegnung mit einer Zeitzeugin entführt Sie zurück in das Jahr 1976. - Tafel 10: Schnellstrasse für Schiffe
Der Elbe-Seitenkanal



