Bedeutung des Wassers
Je nachdem, in welcher Richtung Sie unterwegs sind, haben Sie Lüneburg gerade verlassen oder Sie werden die alte Salzstadt an der Ilmenau in Kürze erreichen. Welche Bedeutung der Fluss einst für die Stadt hatte, lässt sich vielerorts noch erahnen, da einige historische Gebäude wie z. B. die Mühlen und der alte Hafen erhalten sind. Ob als Trinkwasserlieferant, Energieversorger oder als Transportmittel - die Ilmenau prägte das Leben der Lüneburger seit Jahrhunderten in vielerlei Hinsicht.
Wasser – wirtschaftlicher Motor
Früher war die Ilmenau für die Stadt Lüneburg von großer wirtschaftlicher Bedeutung: Sie diente als Wasserweg mit einer direkten Verbindung zur Elbe. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war der Hafen im Zentrum Lüneburgs ein Umschlagpunkt für vielerlei Waren. Noch heute kann man am Stintmarkt den Alten Kran bewundern, mit dessen Hilfe die ankommenden Schiffe be- und entladen wurden.
Wasser – überlebenswichtig
Im Mittelalter wurde die Trinkwasserversorgung in Lüneburg vor allem durch Brunnen gewährleistet. Im 16. Jahrhundert entstanden die ersten Wassertürme ("Wasserkünste"), in die mit Hilfe von Mühlen Ilmenau-Wasser gepumpt wurde. Ein Netz von Holzleitungen verteilte das Wasser im Stadtgebiet. Bis Mitte des 20. Jh. waren diese Türme im Einsatz. Heute versorger Tiefenbrunnen die Stadt mit frischem Wasser.
Wasser auf die Mühlen – Energie!
Drei Mühlen sind im Stadtgebiet noch erhalten: Die Abtsmühle und die Lüner Mühle am Stintmarkt sowie die Ratsmühle. Das Ilmenau-Wasser wird an diesen Punkten mit Wehren aufgestaut: Auf diese Weise kann die Energie des Wassers maximal genutzt werden. Früher trieb die Wasserkraft hier viele Mühlräder gleichzeitig an – allein an der Ratsmühle waren es bis zu elf Räder! Heute wird mit Hilfe von Generatoren Strom erzeugt.
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- Tafel 16: Lüneburg und die Ilmenau
Informationen zur Bedeutung des Wassers für die Stadt Lüneburg - einst und jetzt



