"Vogel des Jahres 2009"
Mit etwas Glück entdeckt man ihn auf der Fahrt am Ilmenauradweg – den ebenso auffälligen wie scheuen Eisvogel (Alcedo atthis). Mit seinem leuchtenden blau-roten Gefieder wirkt der "Vogel des Jahres 2009 und 1973 wie ein Exot inmitten der heimischen Tierwelt.
Der Eisvogel bevorzugt mäßig schnell fließende oder stehende, klare Gewässer mit Kleinfischbestand und Sitzwarten. Seine Nahrung setzt sich aus Fischen, Wasserinsekten, Kleinkrebsen und Kaulquappen zusammen.
Als Brutplätze dienen dem Eisvogel Steilufer oder große Wurzelteller umgestürzter Bäume mit dicker Erdschicht. Auch vom Menschen geschaffene Brutplätze werden genutzt. Ende März oder Anfang April haben die meisten Brutpaare eine geeignete Höhle gefunden. Das Weibchen legt in Mitteleuropa sechs bis acht Eier, selten mehr, und bebrütet diese im Wechsel mit dem Männchen erst, wenn das Gelege vollständig ist. Ende Mai bis Mitte Juni fliegen die Jungen aus. Sie verlassen die Bruthöhle oft aus eigenem Antrieb am frühen Morgen oder am Vormittag, meistens alle am selben Tag in einem Zeitraum von wenigen Minuten bis zu einigen Stunden. Im Juni bis Juli folgt nach einer verkürzten Balz eine zweite Brut, deren Ablauf sich nicht wesentlich vom ersten unterscheidet. Je nach Brutbeginn fliegen die Jungvögel in der Zeit von Mitte Juli bis Anfang August aus.
In den 60er- und 70er-Jahren stand der Eisvogel durch die zunehmende Gewässerverschmutzung kurz vor dem Aussterben. Inzwischen hat sich die Population etwas erholt. Der Bestand wird derzeit in Europa als dezimiert, aber im gesamten Verbreitungsgebiet als wenig bedroht eingestuft.
(Quelle: Wikipedia)
Weitere Informationen zum Eisvogel finden Sie hier (externer Link).
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